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Für einen informativen Rundgang war die CDU-Kreistagsfraktion Kleve jetzt zu Gast bei der Kreis-Kleve-Abfallwirtschaft GmbH (KKA) im Entsorgungszentrum Geldern-Pont. Geschäftsführer Rolf Janssen gab einen kurzweiligen Einblick in die betrieblichen Arbeitsabläufe, Umbau- und Erneuerungsprozesse.

Janssen skizzierte die wesentliche Zielsetzung aller Aktivitäten der KKA, die in Übereinstimmung mit dem Kreislaufwirtschaftsgesetz gehalten sei, Abfälle zu vermeiden, zu verwerten, zu entsorgen sowie Bürgerinnen und Bürger dazu umfänglich zu informieren und zu beraten. Des Weiteren informierte der Geschäftsführer über die verschiedenen Investitionen in die Anlage sowie laufende Projekte.

So wurde die Umladeanlage für Restabfälle und Sperrmüll modernisiert. Dadurch, so Janssen, habe man eine erhebliche Optimierung im Bereich der Logistik erreicht, die durch den Wegfall der bis dahin großen Zahl an Container-Bewegungen nicht zuletzt auch dem Klimaschutz zugutekomme. 

In Geldern-Pont werden jährlich 27.000 Tonnen Restmüll, 7.000 Tonnen Altpapier, 4.000 Tonnen Grünschnitt und Bioabfälle, 2.000 Tonnen Altholz, 450 Tonnen Elektroschrott sowie 70 Tonnen Altreifen umgeschlagen. Das Gesamtvolumen der Anlage liegt bei ca. 40.000 Tonnen, wobei die KKA kreisweit rd. 170.000 Tonnen Abfälle umschlägt. In Pont liefern rd. 4200 Müllwagen pro Jahr an. Hinzu kämen, so der Geschäftsführer, rund 130 Einzelfahrzeuge täglich, pro Jahr seien das 37.000 Autos.

Janssen wies die Politikerinnen und Politiker auf die in den vergangenen Jahren auf drei Spuren ausgeweitete Zufahrt hin, sprach die erneuerte Videoüberwachung an und verwies auf die erweiterten Räumlichkeiten für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Aufgerüstet habe man darüber hinaus bei den Fahrzeugen.

Ausführlich diskutierten die Mitglieder der Fraktion über die 21 Hektar große Deponie und den erheblichen Aufwand, der mit dem Nachsorgebetrieb sowie den anstehenden Investitionsmaßnahmen verbunden ist, welche ein Investitionsvolumen von rd. 40 Mio. € umfassen. So werden die Deponiegasfassung und -verwertung sowie Sickerwasserbehandlung ertüchtigt, eine Dichtwand erneuert und demnächst die Oberflächenabdichtung vorgenommen. Gleich nebenan erfolgt durch den Niersverband eine umfängliche Niersrenaturierungsmaßnahme, bei der viele tausend Kubikmeter Boden entfernt und zwischengelagert werden. Diese Bodenmassen sollen im Zuge der Oberflächenabdichtung auf der Deponie Pont Verwendung finden. 

Besichtigt wurde die Halle für Papier, das zum Recycling aktuell in die Niederlande weiter transportiert wird. Janssen informierte über die vielen Probleme und Regelungen zur Entsorgung der einzelnen Materialien. Einen Blick konnten die Politiker außerdem in die betriebseigene Kläranlage werfen. „Die KKA“, betonte der Geschäftsführer, „das ist nicht nur Müll entsorgen, sondern bedeutet ein durchaus breiteres Aufgabenfeld abzudecken.“ So kümmere man sich in der Nachsorge unter anderem um weitere alte kreiseigene Deponien wie etwa die in Emmerich-Vrasselt oder in Kleve-Materborn zur Vermeidung bzw. Beseitigung klimaschädigender Auswirkungen. 

Nicht zuletzt wies Janssen noch auf die vielen Beratungs- und Informationsangebote rund um das Thema Abfall hin und beantwortete die vielen interessierten Fragen der Fraktionsmitglieder.