
Kreis Kleve. Der CDU-Arbeitskreis „Regionale Wirtschaftsförderung“ hat sich in seiner letzten Sitzung im COR-Restaurant des Ferien- und Campingparks Wisseler See in Kalkar mit Vertretern des DEHOGA über die aktuelle Lage im Gastgewerbe ausgetauscht. Geschäftsführer Thomas Kolaric berichtete von einem Umsatzrückgang von 15 Prozent seit 2019 und steigenden Insolvenzen. „Viele Betriebe kämpfen ums Überleben“, so Kolaric, der auf die derzeit diskutierte Absenkung der Mehrwertsteuer hofft.
Diskutiert wurden außerdem Fachkräftemangel, steigende Krankenstände und Probleme bei Betriebsnachfolgen. „Wir müssen Verwaltung und Politik stärker aus Sicht der Betriebe denken“, forderte Kolaric.
Arbeitskreisleiter Heinz Giesen erklärte: „Unser Ziel ist es, die heimische Wirtschaft zu unterstützen, wo wir als Kreis Einfluss nehmen können. Entbürokratisierung und Digitalisierung sind entscheidende Hebel.“ Landtagsabgeordneter Stephan Wolters ergänzte: „Die Flexibilisierung der Arbeitszeitregelungen muss endlich auf den Tisch.“
Weitere Themen waren die Qualität des Schulessens, die Zweckbindung der Kultur- und Förderabgabe sowie die Chancen für den Fahrradtourismus. „Der Tourismus ist ein großer Wirtschaftsfaktor am Niederrhein. Wir wollen, dass diese Stärke weiter ausgebaut wird“, so Giesen.

